WOCHE DER DIAKONIE vom 22.6.-29.6.03 - Ein Rückblick

Eine Woche im Juni stand im Zeichen der Diakonie, dem Dienst am Menschen.

Im Vorfeld war sich der Ausschuss des Krankenpflegevereins Gutenberg/ Schopfloch einig, dass in diesem Jahr nicht nur der Spendenaufruf des Diakonischen Werks unterstützt werden sollte, sondern dass auch einige Veranstaltungen stattfinden sollten, durch die sich das Motto der Woche – NÄHE IST DIAKONIE – wie ein roter Faden ziehen sollte. Dabei war uns ein Mix aus Information, Gespräch, Begegnung und gemütlichem Beisammensein wichtig, um diese NÄHE auch wahrnehmbar und erlebbar zu machen.

Eröffnet wurde die Woche der Diakonie in Gutenberg mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Sobko zusammen mit Mitarbeiter/innen gestaltete. Von ihnen wurde die diakonische Arbeit in unserer Gemeinde vorgestellt. So gab es Kurzinformationen über die Arbeit des Besuchsdienstes, den Mittagstisch, die Aufgaben des Krankenpflegevereins, über Kaffeenachmittage in Schlattstall und geplante in Gutenberg.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde ins Gemeindehaus eingeladen. Christina Hummel informierte über Vorsorgende Papiere, denn NÄHE ist besonders dann wichtig, wenn wir selbst nicht mehr in der Lage sind unseren Willen kund zu tun, wenn wir einen Menschen brauchen, dem wir unser Vertrauen schenken und der stellvertretend für uns Entscheidungen treffen kann. In einer solchen Lebenssituation können vorsorgende Papiere sehr hilfreich sein. Bei einer Tasse Kaffee hatten die Besucher Gelegenheit sich auszutauschen, Fragen zu stellen und auch einen Termin für eine Beratung auszumachen.

  • Wenn Sie Interesse an einer Beratung oder Fragen zu den vorsorgenden Papieren haben nehmen Sie bitte Kontakt mit Christina Hummel auf, Tel. 4911

Am Dienstag, 24.06. war Herr Christian Weinnoldt, Pflegedienstleiter der Diakoniestation Teck und zuständig für die Pflegestützpunkte Weilheim und Lenningen, zu Gast im Gemeindehaus in Gutenberg. Den Rahmen bildete ein Kaffeenachmittag, die Flötenkinder der Grundschule Schopfloch begrüßten die Gäste musikalisch.

Herr Weinnoldt berichtete von der Arbeit der Diakoniestation und der Arbeit der Schwestern und Pfleger, er beantwortete Fragen und ließ sich gerne auf Gespräche mit den Gästen ein. Es wurde deutlich welch ein wichtiges und wertvolles Angebot die Diakoniestation für kranke und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige ist und welche große Vielfalt an NÄHE die Schwestern und Pfleger diesen entgegenbringen.

Da der Krankenpflegeverein auch Förderverein der Diakoniestation Teck ist wollte er mit diesem Nachmittag die Arbeit der Diakoniestation finanziell unterstützen. Hierfür wurden „Diakoniekuchen“ gebacken – Erdbeerkuchen verziert mit dem Zeichen der Diakonie, dem Kronenkreuz. Pro Kuchenstück wurde eine Spende von 1 Euro zugunsten der Diakoniestation erbeten.

  • Wenn Sie Fragen zur häuslichen Pflege haben dürfen Sie sich gerne an Herrn Weinnoldt wenden, Telefonnummer der Diakoniestation, Pflegestützpunkt Lenningen 07026/ 7977.

Auch unsere Konfirmanden konnten einen Einblick in die diakonische Arbeit bekommen. Am Mittwoch, 25.06. machten sie sich zusammen mit Pfarrer Sobko und Begleitpersonen auf den Weg nach Kirchheim, um an der alljährlich stattfindenden Diakonie-Rallye teilzunehmen. Alle Konfirmanden des Kirchenbezirks besuchen an diesem Nachmittag die diakonische Bezirksstelle und weitere diakonische Einrichtungen in Kirchheim. Im Herbst wird das Thema Diakonie im Konfirmandenunterricht behandelt.

Am Abend gab Schwester Gabi Strobel, Krankenschwester am Kreiskrankenhaus Kirchheim, im Vereinsraum der Schopflocher Halle Einblicke in das Leben als Diakonisse. In ihrem Referat „Frei für Gott und die Menschen“ zeichnete sie ihren Lebensweg zur Berufung zur Diakonisse nach und zusammen mit vier Glaubensschwestern versprühte sie an diesem Abend jede Menge Herzlichkeit und Lebensfreude, wodurch ihre NÄHE zu Gott und den Menschen für alle spürbar wurde.

Der Donnerstag wurde zum Ausflugtag. Eingeladen waren Mitbürger / innen, die gern einmal den herrlichen Blick auf Gutenberg genießen wollten, für die aber der Aufstieg auf den breiten Weg am Seeberg oberhalb der Halden zu beschwerlich ist. Es wurde ein Fahrdienst organisiert, Gartenbänke und Stühle wurden aufgestellt. Pfarrer Sobko und Ortsvorsteher Jauss begleiteten unsere Gruppe. Insgesamt nahmen 28 Ausflügler auf den bereitgestellten Sitzmöglichkeiten Platz, um „ihr“ Gutenberg zu betrachten, zu entdecken und zu staunen. Es wurden Erinnerungen ausgetauscht, den „jungen Begleitern“ so manches Geschichtle aus vergangenen Tagen erzählt und man freute sich einfach übers Da- und Beisammensein. Sehr gemütlich und unterhaltsam war die anschließende Einkehr im Löwen, wo viel erzählt und gelacht wurde. Wir erlebten einen schönen gemeinsamen Nachmittag, an dem es eine NÄHE zwischen gestern und heute gab.

Auch die Grundschule Gutenberg beteiligte sich an der Woche der Diakonie. Die Schüler bastelten im Unterricht Käfer, die sie bei einem Besuch an ältere Mitbürger/ innen verschenkten. Die Freude des Schenkens und Beschenktwerdens als NÄHE zwischen jung und alt.

NÄHE IST DIAKONIE

Dieses Motto haben wir aufgenommen in unsere Veranstaltungen, es sollte begreifbar und erlebbar werden. NÄHE braucht jeder Mensch. Wer immer nur Distanz erlebt, der wird krank an Leib und Seele. NÄHE ist Ausdruck für unsere Anteilnahme am Leben unserer Mitmenschen, sie ist gegenwärtig in der Begegnung, beim Begleiten, beim Betreuen und bei der Pflege eines Menschen.

Die Woche der Diakonie liegt bereits Monate hinter uns. Lassen wir den roten Faden, der uns durch diese Woche führte, nicht abreißen. Leben wir NÄHE in unserem Alltag, verschenken wir sie an die Menschen um uns herum. Lassen Sie uns gemeinsam im nächsten Jahr an die Woche der Diakonie 2004 anknüpfen, damit der Dienst am Menschen in unserem Bewusstsein und Handeln bleibt.

Ursula Diez