Im Folgenden lesen Sie einen Artikels vom Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Herrmann Wolfer. Der komplette Artikel erscheint Anfang September im kommenden Gemeindebrief.

Jedes Ende hat einen Anfang

Als 2002 Pfarrer Sobko den Dienst in Gutenberg angetreten hatte, ahnten wir nicht, dass bereits Ende September 2008 sein Pfarrdienst in Gutenberg zu Ende geht.

Für ihn und seiner Frau beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Frau und Herr Sobko werden eine Lücke hinterlassen. Diese Lücke zu schließen ist eine große Herausforderung für unseren Kirchengemeinderat. Ab Oktober beginnt die Vakanzzeit, das heißt, innerlichen Abschied nehmen vom seitherigen Seelsorger und für den Nachfolger oder Nachfolgerin sich vorzubereiten. Diese Zeit wird genützt, um die Aufgaben, auch wegen der halben Pfarrstelle, in der Gemeinde neu zu überdenken. Damit der Nachfolger/-in hoffentlich in unser schönes Pfarrhaus einziehen kann, sind Renovierungsarbeiten im Pfarrhaus unumgänglich. Hoffentlich deshalb, weil bei einer 50 % Pfarrstelle der Pfarrer/ -in nicht im Ort wohnen muss. Wenn dieser Fall eintritt, so müssen wir nach einem Mieter umschauen.

Was wurde unternommen?

Am 28. Mai fand bei Frau Dekanin Kath eine Beratung über die Vorgehensweise des Oberkirchenrates (OKR) gegenüber Herrn Sobko und der Gemeinde Gutenberg statt. Laut dem Beschluss des Kirchengemeinderates wurde versucht, dass Herr Sobko im Ruhestand vom OKR eine weitere Beauftragung erhält, bis ein (e) Nachfolger/-in benannt wird.
Es liegt im Ermessen des OKR eine weitere Beauftragung im Ruhestand auszusprechen(§67 Abs.3 Württ. PfarrerG). Der OKR übt sein Ermessen in dieser Sache dahingehend aus, dass er solche Beauftragungen an Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand nicht ausspricht.
Der OKR - Beschluss ist endgültig und wir erkannten, dass schnellstens die Pfarrstelle ausgeschrieben werden muss, um für unsere Gemeinde eine kurze Vakanzzeit zu erzielen.
Frau Kath sicherte uns zu, dass Gutenberg gut versorgt wird, es wird kein Gottesdienstausfall geben und sämtliche Kasualien werden wahrgenommen.
Nun hieß es sofort Kontakt mit Herrn Prälat Mack aufzunehmen, dass vor den Ferien noch die erste Wiederbesetzungssitzung stattfindet. Herr Mack fügte diese erste Sitzung am 29.Juni in seinem vollen Terminkalender ein. In dieser Sitzung wurde auch die Stellenbeschreibung überarbeitet. Anfang August lag die Stellenbeschreibung zum unterzeichnen vor und ab den 15. September wird unsere Pfarrstelle in der Pfarrerzeitschrift „Arbeit und Besinnung“ veröffentlicht. In der „Liste zu besetzender Pfarrstellen“ vom OKR wurde bereits seit dem 9.Juli die „Besetzbarkeit der Pfarrstelle Gutenberg ab 1.10.08“ veröffentlicht. Nun müssen wir geduldig warten, bis der Oberkirchenrat eine Pfarrer/-in benennt. Wenn alles gut läuft, so wäre ab Anfang 2009 unsere Pfarrstelle wieder besetzt. Sollte die von OKR genannte Pfarrer/-in vom Besetzungsgremium nicht gewählt, so beginnt die zweite Ausschreibung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die Namen von Bewerberinnen und Bewerbern, sowie Informationen und Überlegungen im Besetzungsgremium streng vertraulich behandelt werden und alle Kirchengemeinderäte/-innen keine weiteren Auskünfte erteilen.

Was läuft nun während der Vakatur?

Anfang Juli spürten wir bereits, dass der OKR und Frau Kath sich Mühe geben, Gutenberg und Schopfloch bestens zu versorgen: Am 7. Juli während des Konfirmandenelternabends wurde bekannt, dass der OKR die Pfarrerin Rothe als Vertretung für Gutenberg und Schopfloch einsetzt. Frau Rothe übernimmt in der Vakanzzeit sämtlichen Kasualien, auch den Konfirmandenunterricht.
Frau Rothe wurde uns bei der Verabschiedung von Herrn Pfarrer Braun kurz vorgestellt.
Sie kommt aus Esslingen – Sulzgries, ist verheiratet und hat drei Kinder. Ihr Mann wurde bereits im Gemeindebrief März 2008 als Islambeauftragter der Landeskirche vorgestellt.
Wir sind dankbar, dass so kurzfristig eine Vertreterin zur Verfügung gestellt wird.
Am 14. September hält Frau Rothe den ersten Gottesdienst in Schopfloch.

Wir tun alles, um für unsere Gemeinde wieder die Pfarrstelle zu belegen und zu hoffen, dass genügend Bewerbungen beim OKR für Gutenberg eingehen.

„Es geht gut voran“

Hermann Wolfer, Vorsitzender des Kirchengemeinderats