Endspurt (März 2005)

Wir hoffen zuversichtlich, dass es bei diesem „Rennen“ keine Verlierer, sondern nur Gewinner geben wird:

Die Handwerker, die in der langen kalten Winterzeit oft unter schwierigen äußeren Bedingungen die anspruchsvollen Aufgaben zu erledigen hatten. Der Architekt, Herr Holder, der sich immer wieder auf neue Situationen einstellen musste und sich in jedem Fall bemühte, dass der gesamte Innenraum unserer Kirche jederzeit ein zusammengehörendes Ganzes mit harmonischer Abstimmung aller Teile und Farben war. Die vielen Helfer aus unserer Gemeinde, die in Hunderten von Arbeitsstunden an den verschiedensten Stellen einen wesentlichen Beitrag zum guten Gelingen des Werkes leisteten.

Die für uns wichtigsten „Gewinner“ sollen natürlich die Einwohner aus Gutenberg, Schlattstall und Krebsstein sein, die eine helle, freundliche, einladende Kirche vorfinden werden. Wer den ersten Anblick der Kirche vielleicht nicht so „freundlich“ wie erwartet erlebt oder ein altes, lieb gewordenes Detail früherer Zeit vermisst - solche Fälle lassen sich bei einer so weit reichenden Renovierung mit vielen Änderungen und so vielen kritischen Besuchern leider nicht vermeiden - dann bitten wir einmal um Nachsicht und auch um etwas Geduld, denn nach unserer bisherigen Erfahrung haben sich schon viele Zweifler an die neue Kirche gewöhnt und sie wieder lieb gewonnen. Das wäre dann der schönste Ausgang unseres „Rennens“.

Wie im Sport ist nach dem erlösenden Zieleinlauf auch für die Gewinner das „Rennen“ nicht zu Ende: dort muss man etwas gegen den Muskelkater tun und wir müssen uns um die Rückzahlung unserer Darlehen bemühen. Auch wenn wir davon ausgehen, dass die Kirchensteuermittel in den kommenden Jahren abnehmen werden, sollten wir Zins und Tilgung für die entstandenen Schulden bezahlen können. Dieses Geld wird uns aber längere Zeit für die aktuelle tägliche Arbeit in unserer Kirchengemeinde fehlen. Deswegen auch von hier aus die Bitte: Helfen sie uns weiterhin mit kleinen und auch großen Spenden, damit wir den Schuldenberg möglichst schnell abtragen können. Es ist notwendig, dass wir uns nach der langen Phase des Planens und Bauens an Kirche und Gemeindehaus (die Arbeit für die Außenrenovierung begann am 12. April 1999, die zugehörige Planung im Frühjahr 1998) den Kopf frei machen können für die innere Entwicklung unserer Kirchengemeinde.

Zunächst freuen wir uns aber alle auf die Einweihung unserer Nikolauskirche am 17. April!

Konrad List