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Bericht zum Stand der Innenrenovierung Anfang Oktober 2004
Nachdem wir telefonisch die Genehmigung für die Durchführung der Pläne zur Innenrenovierung unserer Kirche beim OKR eingeholt hatten, begannen am 16. Juli sofort die Arbeiten:
Aufgabe war, in Eigenleistungen das Kircheninnere so vorzubereiten, dass die Handwerker arbeiten können. Also wurden sämtliche Bänke und die Holzpodeste entfernt, der Plattenboden wurde abgebaut. Der rohe Boden - eine Mischung von verschieden großen Kalksteinen und viel Kalktuff-Sand - zeigte sich feuchter als erwartet, ebenso die Außenwände, nachdem der Putz in den unteren Bereichen abgeschlagen worden war. Eine Bodenschicht von etwa 30 cm Tiefe wurde abgetragen, damit anschließend grober Kies aus dem Steinbruch eingebracht werden konnte, der das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindern soll. Auf den groben Kies folgten ein dünne Schicht feinerer Kies und dann Beton-Pflastersteine. Bauschutt und Aushubmaterial mussten sorgfältig getrennt fachgerecht entsorgt werden.
Im Bereich der Bänke werden auf diese Pflastersteine Balken für den Holzfußboden aufgelegt, unter die Fliesen kommen eine Wärmeisolation und ein Estrich, in kleineren Flächen zusätzlich eine Fußbodenheizung.
Eine aufwendige Arbeit war, die Umrandungen für die Holzpodeste durch eingesetzte und einbetonierte Rabattsteine zu sichern.
Dies waren - in groben Zügen dargestellt - die einzelnen Schritte der vorbereitenden Arbeiten, daneben waren noch viele „Kleinigkeiten“ zu erledigen.
Für die Innenrenovierung hilfreich und damit für die ganze Gemeinde erfreulich ist, dass die Vorbereitungen so zügig vorangingen, dass die ersten Handwerker, die Elektriker, einige Tage vor dem im Bauzeitplan angesetzten Termin beginnen konnten.Die wenigen noch verbleibenden vorbereitenden Arbeiten, die in Eigenleistung zu erbringen sind, werden bis Ende September fertig sein.
Dieser rasche Fortschritt unserer Bauvorhaben war nur deswegen möglich, weil sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger sehr intensiv eingesetzt haben, in vorbildlicher Weise Zeit und Kraft spendeten, Werkzeuge und Fahrzeuge bereitstellten, sich uneigennützig in Planung und Organisation einbrachten. Die Kirchengemeinde dankt sehr herzlich allen, die an vielen unterschiedlichen Stellen geholfen haben!
Die spontane Bereitschaft vieler Bürger zu persönlichem Einsatz ist ein wertvolles Gut, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Als einzige Zahl sei hier genannt: In den vergangenen Wochen wurden mehr als 500 Arbeitsstunden dokumentiert (und noch etliche mehr tatsächlich geleistet).
Alle Bürgerinnen und Bürger aus Gutenberg, Schlattstall und Krebsstein sind eingeladen zu dem Gottesdienst zum Erntedank am 3. Oktober, der in der "Baustelle Nikolauskirche" gefeiert wird. Dann kann die Kirche im jetzigen Bauzustand erlebt werden.

Die Gewerke, die nach dem Elektriker eingeplant sind : Gipser, Estrich, Gerüst, Restaurator, Maler, Natursandstein, Fliesen...das alles soll nach Bauzeitplan vor Weihnachten fertig sein. Die dann folgenden Arbeiten sollen bis Ostern erledigt sein. Wer bei diesen Gewerken mitarbeiten möchte, möge sich bitte im Pfarramt melden.
Sorge macht uns zur Zeit der Finanzierungsplan: Der Wunsch, die Kirche so auszustatten, dass man an allen Plätzen gut hören kann, dass das gesprochene und gesungene Wort gut verständlich wiedergegeben wird, dass auch Menschen mit Hörgeräten durch moderne technische Hilfen geholfen wird, dass man auf einfache Weise eine CD abspielen kann...führte den KGR zu einer Entscheidung, die deutlich höhere Kosten bringt als im ursprünglichen Plan vorgesehen waren.Die Argumentation, dass diese moderne Technik in jedem Gottesdienst und bei jeder Veranstaltung hilfreich sei und für lang Zeit ausreichen wird, ist natürlich richtig, aber bezahlen müssen wir eben kurz nach der Lieferung.
Hier wie an anderen Stellen rechnen wir aber mit der Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger aus Gutenberg, Schlattstall und Krebsstein, die sich - siehe auch obige Eigenleistungen - immer schon in bewundernswerter Weise für ihre Kirche eingesetzt haben.
Konrad List, Vorsitzender des Kirchengemeinderats
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